PERSÖNLICH

NAME              Anja Knapp

GEBOREN        11.09.1988

WOHNORT      Dettingen/ Erms

VEREIN            SG Dettingen/ Erms

BUNDESLIGA   Triathlon Team TG Witten

TRAINER          Erich Jud&Dan Lorang

BERUF             Mikrotechnologin

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LAUFBAHN

Ich bin am 11.09.1988 in Bad Urach, wenige Minuten nach meiner Zwillingsschwester Julia, geboren. Mein Bewegungsdrang war schon im Kindesalter fast nicht zu bändigen.

Ich habe vieles ausprobiert, vom Skifahren über das Turnen, zum Schwimmen war alles dabei. Nach dem Schwimmkurs besuchte ich das Rettungsschwimmen der DLRG, bis mir das nicht mehr genügte und ich zum Triathlon der SG Dettingen/ Erms wechselte.

1997 begann alles mit einem Schnuppertriathlon im Triathlonverein der SG Dettingen/ Erms. Das Feuer für den Triathlonsport war entfacht. Mein damaliger Trainier (Erich Jud),der mich heute noch betreut, erkannte mein Potenzial, forderte und fördert mich täglich aufs Neue. Die ersten nationalen Erfolge und die Berufung in den BaWü E- Kader 2002 und D- Kader 2003 liesen nicht lange auf sich warten.

2004 schaffte ich dann meinen sportlichen Durchbruch und qualifizierte mich für meine erste Junioren EM in Lausanne/ Schweiz (18.Platz).
Es folgte die Nominierung in den Nationalkader (C- Kader).

2007 war mein letztes Junioren Jahr in dem ich bei der EM Platz 7 und der WM Platz 9 erreichte und somit den Aufstieg in den B- Kader U 23 schaffte.

2008 nach einem verletzungs- und / sturzreichen Jahr entschloss ich mich beruflich abzusichern und begann eine Ausbildung zur Mikrotechnologin bei der Firma Bosch in Reutlingen. Mit dem richtigen „Timing“ und einem großzügigen Arbeitgeber war es hart aber machbar.

Ende 2011 hatte ich meine Ausbildung erfolgreich! abgeschlossen und einen Festvertrag in der Tasche.
Anschließend an die Ausbildung konnte ich mich für ein Jahr freistellen lassen und war als Profi unterwegs.

Nach einem erfolgreichen Jahr 2012, 3xTop 15 in der Serie, begann die Trainerzusammenarbeit mit meinem Heimtrainier Erich Jud und Bundestrainier Dan Lorang.

Seit 2013 arbeite ich 10h/ Woche bei der Firma Bosch. Es ist ein guter Ausgleich für mich und ich verliere nicht den Kontakt zu meiner Firma. Weitere Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. In Madrid gelang es mir mich zum ersten mal in den Top 10 eines Serien Rennens zu platzieren. Es folgte der Team Europameiser Titel in Alanya.
Beim größten Sporthighlight des Jahres in Hamburg schaffte ich erneut als Achte den Sprung in die Top 10 und wurde zusammen mit Anne Haug, Jan Frodeno und Franz Löschke Team Weltmeister!

Auch 2014 war ich weiterhin zweigleisig unterwegs, d.h. während der Saison 10h/ Woche arbeiten und nebenher trainieren wie ein Profi, in meiner Saisonpause arbeitete ich dann Fulltime.
Das Fazit der Wettkämpfe ist etwas ernüchternd, der einzige Lichtblick war Stockholm mit meiner ersten Top 6 Platzierung in einem WTS Rennen.
Während der Saisonpause fiel dann auch die Entscheidung, dass ich mich zu 100% auf Rio 2016 vorbereiten möchte. Mein Arbeitgeber steht hinter mir und so darf ich ab 2015 wieder als Profi unterwegs sein.

2015 eigentlich ein Jahr zum vergessen!
Zunächst verlief die Vorbereitung für die Saison gut, durch die Freistellung hatte ich mehr Zeit für das Training und die Erholung. Leider fanden wir nicht die richtige Mischung aus Belastung/ Entlastung und so kam es dazu, dass ich mir einen Ermüdungsbruch am Schienbein zuzog. Mit Trainingsrückstand stieg ich Ende Mai ins Wettkampfgeschehen ein. Erst Anfang September beim Kälte WTS Rennen in Edmonton platzte der Konten und ich finishte erstmals in den Top 5.
Auch wenn die Saison wieder etwas holprig verlief und ich die erste Chance für die frühzeitige Olympiaqualifikation nicht erreicht habe, so geht es mehr den je motivierter in das Jahr 2016!

Nach einer sowohl körperlichen schweren als auch psychisch anstrengenden olympischen Saison geht es 2017 in die nächste Runde. Über das Hin und Her in Sachen Rio de Janeiro und meine Streichung aus dem Olympia-Kader wurde bereits genügend gesprochen sowie viel berichtet und diskutiert. Es war nicht der erste Rückschlag in meiner Sportler-Karriere. Aber wer mich kennt, der weiß, dass ich mich von so etwas nicht unterkriegen lasse.
Für mich heißt die Zukunft nach wie vor ganz klar: Kurzstrecke! Nach der verkorksten Saison 2016 kann ich nichtauf eine längere Distanz wechseln oder gar meine Karriere beenden.
Zwar wurde ich nach langer Nationalkader-Zugehörigkeit für die nächste Saison nicht mehr in den Kader berufen, dennoch werde ich gut aufgestellt sein und hoch motiviert in das Neue Jahr starten!

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