Solides Rennen


Einmal mehr ein Rennen der Extreme, eine Wassertemperatur von 31C und eine Außentemperatur von 34C verlangten uns Athletinnen alles ab. Aufgrund dieser Bedingungen wurde unser Start auch um 1h nach hinten verschoben, dennoch finishten von 56 gestarteten Athletinnen nur 40.
Nach einer Nacht schlafen kann ich das Rennen mit dem Fazit „solide bis gut“ abschließen. Eine Top 20 bei einem Rennen wo die gesamte Weltelite am Start war und ich in allein drei Disziplinen durchweg ein gutes Gefühl hatte, kann ich mehr als zufrieden sein. Auch wenn ich mit einer hohen Startnummer und damit einer schlechteren Startposition auf dem Ponton stand, verlief das schwimmen so, dass ich mit der 2ten Gruppe aufs Rad steigen konnte. Das Radfahren war durch die Wendepunkte und den Straßenbelag technisch anspruchsvoll. Auch wenn ich viel Tempoarbeit leistete und mich meist im vorderen Bereich aufhielt, konnten wir den Abstand zu den 3 führenden Mädels nicht schließen. Mit ca. 1min Rückstand ging es dann auf die abschließenden 10km. Noch als 7te auf die Laufstrecke gewechselt, musste ich dennoch früh das Gas herausnehmen um nicht zu Überhitzen. Mit Wasserstationen aller 300m konnte ich mich gut über die Runden bringen und lief schließlich auf dem 20 tenPlatz ins Ziel.
Die für mich „verkorkste“ und durchweg talabwärtsfahrende Saison ist nun zu Ende. Jetzt heißt es regenerieren, abschalten und dann mit neuem Elan durchstarten, wie, werde ich zum Ende des Jahres bekannt geben.

Im Urlaubsmodus 😉
eure Anja

Letztes Rennen der Saison

Nach dem Kälteschock von Edmonton ging es zum „Auftauen“ direkt nach Mexiko. 🙂 Am Flughafen angekommen erwartete mich das komplette Gegenteil, Hitze und eine extreme Luftfeuchtigkeit.
In den letzten Tagen hieß es, sich an die extremen Bedingungen zu gewöhnen und auch das flaue Gefühl von der Fährenüberfahrt (von Playa del Carmen nach Cozumel) wieder loszuwerden. 🙂
Ganz nebenbei durfte ich einmal mehr meinen Geburtstag fernab von zu Hause feiern, aber mit der Kampftruppe aus Edmonton war es zu verschmerzen und ein Stück Kuchen gab es auch 😉

Ab jetzt werden die Beine hochgelegt und dann kann der Samstag kommen 🙂
Das Rennen wird wie immer live auf www.triathlon.org 23.30Uhr (deutsche Zeit) übertragen.

Sonnige Grüße aus Cozumel
eure Anja

Ein Satz mit X

Platz 27 ist nicht gerade das Ergebniss was ich mir erhofft hatte. Nach meinen Trainingsleistungen hätte es deutlich besser sein müssen, deshalb bin auch mehr als enttäuscht und absolut nicht zufrieden.
Das Wetter bzw. die kühle Temperatur soll auch keine Ausrede sein (damit hatten alle Mädels zu kämpfen).
Letztes Jahr hatte ich allerdings etwas mehr Gewicht auf den Rippen und konnte vielleicht deshalb besser mit den Bedingungen umgehen!?
Das Rennen kurz zusammengefasst:
Schon nach wenigen Schwimmzügen hatte ich Krämpfe in meinen Zehen und konnte keinen ordentlichen Beinschlag mehr machen und die Spitzengruppe war weg. Das Rad fahren war auch mehr ein „absitzen“. Den zweiten Wechsel absolvierte ich noch relativ schnell das war dann leider aber auch schon alles. Komplett durchgefroren und mit Krämpfen absolvierte ich die 5km.
Ein Satz mit X.
Jetzt heißt es nicht krank werden und dann den letzten Fokus auf das Finale in Cozumel legen. Dort erwartet mich dann das andere extreme- Hitze und Schwüle.

Gleich geht es in den Flieger nach Mexiko.

eure Anja

Sprintrennen in Edmonton

Morgen ist es so weit. Es geht wieder auf kürzerer Distanz zur Sache. Vom letzten Jahr habe ich das Rennen noch gut in Erinnerung (bestes WCS Rennen mit Platz 5).
Die Wettervorhersagen sind im Vergleich zum letzten Jahr ähnlich, kühle 12C und Regen sind vorhergesagt.
Das Organisationsteam scheint in diesem Jahr aber besser vorbereitet zu sein, als im letzten Jahr. So stehen Heizlüfter, Decken und heiße Getränke im Zielbereich bereit. Auch die Möglichkeit eines Duathlons besteht. Sollte die Temperatur unter 8C sinken.
Ich bin gespannt was mich erwarten wird, das Frauenfeld ist nach Olympia doch erstaunlich gut besetzt. 😉 Aber meine Vorbereitung nach Wiesbaden verlief reibungslos und auch die letzten schnellen Einheiten waren sehr zufriedenstellend.

Wie immer könnt ihr das Rennen live auf triathlon.org verfolgen. Start ist 20.06Uhr deutsche Zeit.

Daumen dürfen wie immer gedrückt werden 😉

Eure Anja

Zurück im Kurzdistanztraining

Die Tage nach Wiesbaden hatte ich mehr mit aktiver Erholung und Regeneration zu
tun als mit einem straffen Training. Der Muskelkater hielt sich hartnäckiger als gedacht 🙂 Zudem war wieder ein „Radtausch“ angesagt, runter vom TT Bike und ab auf
das Straßenrad. Es ist schon ein enormer Positionsunterschied, den meine
Beine anfangs nicht so recht vollziehen wollten.
Allmählich bin ich wieder zurück im Kurzdistanztrainingsalltag und alles ist wieder im grünen Bereich.
Bis zum nächsten Wettkampf ist es nicht mehr lange hin, meine letzte Woche zu
Hause ist angebrochen, bevor ich wieder 3 Wochen unterwegs sein werde. Bis dahin wird noch etwas am Speed gearbeitet 🙂

Auf Bald,
eure Anja

Ironman EM 70.3 Wiesbaden

Drei Wochen um mich auf eine längere Strecke vorzubereiten, 13
Radeinheiten um mich auf dem Zeitfahrrad einzufahren und um mich an die
Position „zu gewöhnen“. Nicht gerade eine optimale Vorbereitung aber es hat
Spaß gemacht.

Am Sonntag war es so weit, meine erste 70.3 und mein erster Race
Halbmarathon.

Zum Rennen:

Um 8.02Uhr fiel der Startschuss. Geschwommen wurde leider mit Neopren da das
Wasser „nur“ 21,5C hatte. Der Plan war mit Jodie Swallow mit zu schwimmen
allerdings hatte ich nicht die besten Schwimmarme und musste Jodie nach
wenigen hundert Metern ziehen lassen. Dennoch konnte ich an Position zwei
das Wasser verlassen und mich nach einem schnellen Wechsel auf die langen/
anspruchsvollen 90km machen.

Ich konnte anfangs mein Tempo fahren und wurde erst nach ca. 20km von Anja
Beranek und Helle Frederiksen gestellt. Mit Abstand habe ich mich dann mit
den Mädels auf die Verfolgung von Jodie gemacht. Nach 45km ging es richtig
los, es ging hoch zur Platte ein längerer Anstieg, hier rauschte auch die
spätere Siegerin Melissa Hauschildt vorbei.
Oben angekommen hatte ich einen kleinen Hänger und musste die Mädels für ein
paar Kilometer ziehen lassen um meinen Rhythmus wieder zu finden. Was mir
allerdings abhanden kam war meine Verpflegung. Ich bin durch ein tiefes
Schlagloch gefahren und habe sowohl meine wichtige Trinkflasche als auch
alle Gels verloren.

Gegen Ende der Radstrecke musste ich dann Jodie und Anja ziehen lassen und
wurde noch von Camilla Pedersen und Laura Philipp eingesammelt.

Als 6te stieg ich vom Rad und rannte in das Wechselzelt. Schon beim Schuhe
anziehen machten sich Krämpfe bemerkbar. Da Camilla eine Zeitstrafe absitzen
musste ging ich als 5te auf meinen bisherigen längsten Lauf. Bei Kilometer 1
hatte ich so starke Oberschenkelkrämpfe, dass ich schon ans aussteigen
dachte. Aber ich habe mich zum Glück durchgebissen und an der
Verpflegungsstelle alles zu mir genommen was angeboten wurde.
Weg gingen die Krämpfe nie aber zumindest wurden sie „erträglicher“.
Nach 4.41.07h und Platz 7 war mein Arbeitstag geschafft.

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Mit diesem Einstieg bin ich sehr zufrieden. Vielen Dank an alle die mich am
Sonntag an der Strecke und per Daumen drücken unterstütz haben.

Jetzt heißt aber erst einmal erholen (gerade das runter gehen der Treppen
ist unangenehm). 😉

Gegen Ende der Woche wird dann wieder am Speed für die letzten zwei Serien
Rennen in Edmonton und Cozumel gearbeitet.

Bis dahin
Eure Anja

Trainingslager Mallorca

Im Vergleich zum Camp im März/ April wo fast alles geschlossen hatte, herrscht nun reges Treiben und die Urlauber haben die „Oberhand“.
Vor Ort sind wir eine kleine feine Gruppe und arbeiten gemeinsam am Feinschliff. Alles in allem läuft es super, ich habe mich langsam an die Radposition gewöhnt, wenngleich bei starken Windböen ich fast vom Rad gefegt werde.
Am heutigen Sonntag haben wir einen internen Sprinttriathlon absolviert. Für die Urlauber am Strand waren wir eine Attraktion. 😉
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One week to go EM 70.3 Wiesbaden
Viele Grüße
Eure Anja

Tübingen/ next Steps

Vom Höhentrainingslager in St Moritz ging es direkt an den Start der 1. Bitburger 0,0% Triathlonbundesliga nach Tübingen.
Zusammen mit Lisa Norden, Charlotte McShane und Julia Hauser sprang ein schlagkräftiges Stadtwerke Team Witten in den Neckar. Das Rennen vor heimischer Kulisse war genial, viele Freunde und Bekannte kamen um das Spektakel mitzuerleben. Für mich war es nach einem 5-wöchigen Trainingslager und dem ganzen Hick-Hack rund um die Olympianominierung ein guter Einstieg zurück in das Wettkampfgeschehen.
Mit Platz 5 in der Einzelwertung und dem Tagessieg im Team bin ich happy.


Am Montag begann das Aufbrechen zu neuen Ufern. 😉
Zunächst wurde das Material für die 70.3 EM in Wiesbaden bei meinem Radmechaniker, Sinan Oyan abgeholt.
Am Mittwoch fuhr ich nach Saarbrücken wo Jürgen Schulz (My Position) schon auf mich wartete und mich auf die Zeitfahrposition einstellte.
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Am Sonntag werde ich mir die Strecke in Wiesbaden anschauen bevor es am Montag nach Mallorca geht. Auf Mallorca werde ich nochmals intensiv mit Anne für Rio trainieren und mich selbst für Wiesbaden wappnen.
Das Material stimmt zumindest schon mal! 🙂
Vielen Dank an LIV, DeinRadladen, Tri11 und 2XU

Bis dahin
Eure anja

Das Ende eines Desasters

Seit gestern ist es offiziell, dass neben Anne Haug noch Laura Lindemann nach Rio fahren darf.
Ich möchte mir auch nicht weiter den Kopf über das ganze Dilemma zerbrechen.
Die Entscheidung wurde unglücklicherweise nach der Klage so getroffen, dies gilt es nun zu akzeptieren!
Für mich heißt es, nach vorne schauen und neue Ziele festlegen.

Bis Freitag bin ich noch im Höhentrainingslager in St Moritz. Am Sonntag steht dann das Triathlon Bundesliga Finale in Tübingen an.

Anfang August werde ich noch ins Trainingslager nach Mallorca fliegen. Hier findet die letzte Vorbereitung für Anne für Rio statt und ich werde sie bis zum Abflug unterstützen.
Denn eins ist gewiss, im Team wird man stärker nicht als Egoist!

Wiesbaden ist das neue Rio
Mitte August folgt für mich eine neue Herausforderung, ich werde am 14.8. bei der 70.3 EM in Wiesbaden an den Start gehen. Meine Prämiere auf dem Zeitfahrrad und auf unbekannter Strecke. Ich bin gespannt, die Schwimmform passt, auf dem Rad habe ich sehr gut trainiert und das Laufen wird vermehrt wieder im Trainingsplan eingebaut.

Viele Grüße aus den Bergen
Anja

Aus und vorbei

Auch einen Tag nach der Entscheidung des DOSB kann ich immer noch nicht glauben was gestern passiert ist – ein ganz schwarzer Tag für den deutschen olympischen
Triathlonsport!
Ich bin traurig und sehr enttäuscht.
Es wird Zeit mal etwas „Licht ins Dunkle“ zu bringen
Hier finde ich den Eintrag von Julia Seibt (Landestrainerin BAWÜ) sehr passend
geschrieben.

„Vielleicht war die Nominierung der DTU von Anja Laura, Steffen und Gregor nicht für alle nachvollziehbar, aber es war eine Entscheidung der DTU Für den Triathlon, trotz nicht erreichter Normen.
Laura aus perspektivischen Gründen, Gregor und Steffen auf Grund ihrer Leistungen oder vielleicht auch aus Dankbarkeit dafür was sie für unseren schönen Sport in den letzten Jahren in Deutschland getan haben. Anja als Helferin für Anne (oder vielleicht auch nur als psychologische Stütze), auch wenn viele nicht glauben, dass es funktioniert hätte, wir werden es leider nie erfahren.
Ich finde es traurig für alle Athleten (und deren Trainer), die jahrelang viel Energie und Zeit in ein Ziel investiert haben, das sie jetzt vielleicht nie mehr erreichen können. Und alles nur, weil für manche Personen Teamgedanke und Zusammenhalt nicht zählen sondern Egoismus im Vordergrund steht.
Wir sind schon lange in einer Zeit angekommen, in der Triathlon keine Einzelsportart mehr ist, sondern immer mehr von Teamtaktik geprägt – Ein Versuch wäre es Wert gewesen!
Ich wünsche der DTU viel Glück auf dem Weg zu neuer Stärke, auch wenn die Entscheidung des DOSB gestern ein Rückschlag war!
Und auch wenn ich nach dieser Saison vorerst nicht mehr im Nachwuchsleistungssport in Triathlondeutschland tätig sein werde wünsche ich meinen Athleten und auch dem Nachwuchs aus ganz Deutschland eine Zukunft in der DTU mit vielen Erfolgserlebnissen und mit Chancen auf eine Olympiateilnahme!
Aber jetzt erstmal viel Erfolg an Anne Haug! Ich wünsche dir für den 20.08. die beste Schwimmperformance deines Lebens, richtig gute Beine und die letzte Konsequenz und Biss beim Laufen!

Diesem Statement ist fast nichts mehr hinzuzufügen.

In einer gewissen Weise kann ich die Entscheidung vom DOSB nachvollziehen.
Nach der erfolgreichen Klage von Rebecca Robisch gegen ihre Nichtnominierung gab es keinen Ausweg mehr. Eine Nominierung egal ob Mädels oder Jungs hätten weitere Klagen zu Folge gehabt.
Fakt ist, wir Sportler hatten 3x die Chance uns sportlich zu qualifizieren – diese haben wir leider nicht genutzt/ geschafft.
Einzig Anne Haug hat dies erreicht. In der Vereinbarung nach London wurde festgehalten, dass eine Teamtaktik zum Tragen kommen kann.
Dass nun eine Person Klage (im Schiedsgericht, u.a arbeitet dort die ehemalige DTU- Präsidentin Frau Wisser) einreicht, zeigt nicht gerade von Teamfähigkeit und Stärke. Einen Einblick in das ganze gibt auch ein Blogeintrag auf Trimag.de

Ich habe schon 2013 in London mein Rennen hintenangestellt um Anne nach einem missglückten Schwimmen eine Medaille zu retten.
Und auch für Rio hatte ich bis dato alles dafür investiert, meine Laufkilometer wurden bis auf ein Minimum (20km pro Woche) reduziert und der Schwerpunkt auf das Radfahren gelegt. Ich kann euch sagen das waren bis dato meine härtesten und längsten Radwochen.

Das ganze muss jetzt erst einmal verdaut werden. Aber eins kann ich sagen „aufgeben werde ich nicht auch wenn mein Traum von Olympia erst mal zu Ende ist, geht es weiter“.
Meine neue Planung ist im Gange, sobald es konkret ist gebe ich es hier bekannt.

Bis bald
eure Anja